Was sind Schlüsselkompetenzen?

Ausbildung und Studium vermitteln vor allem Fachkenntnisse. Übergreifende Qualifikationen – die so genannten Schlüsselkompetenzen oder Softskills – kommen dabei häufig zu kurz. Doch im Berufsleben können sie entscheidend sein.

Gerade in einer globalisierten Arbeitswelt gewinnen solche Schlüsselqualifikationen an Bedeutung. Wer sich neben dem Erwerb von Fachkenntnissen frühzeitig mit ihnen auseinandersetzt und sie trainiert, hat auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen.

Schlüsselkompetenzen lassen sich in drei Felder unterteilen:

  • Personale Kompetenz:
    Die Fähigkeit, mit sich selbst umzugehen und im Beruf auch für andere ein verlässlicher Partner zu sein. Dazu gehören Arbeits- und Lerntechniken, Selbstorganisation und Zeitmanagement.
  • Soziale Kompetenz:
    Das Vermögen, in Beziehungen mit anderen Menschen so zu handeln, wie die Situation es erfordert. Dazu gehören Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Konfliktmanagement, Empathie (die Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen). In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff der emotionalen Intelligenz.
  • Methodische Kompetenz:
    Die Fähigkeit, Situationen zu analysieren, kreativ zu bewältigen und anderen Menschen Inhalte zu vermitteln. Dazu gehören Rhetorik und Auftritt, Problemlösung, Kreativitätstechniken, Moderation (Gruppenprozesse steuern und leiten) und Projektmanagement.

Schlüsselkompetenzen sind diejenigen Kompetenzen, die alle Menschen für ihre persönliche Entfaltung, soziale Integration, Bürgersinn und Beschäftigung benötigen. (Amtsblatt der EU vom 30.12.2006 – L394/10)

 

Im Bologna-Prozess, der das europäische Hochschulwesen vereinheitlichen soll, wird Schlüsselqualifikationen eine besondere Rolle zugewiesen. In den Curricula vieler Bachelor- und Master-Studiengänge ist die Vergabe von Creditpoints mit dem Erwerb von Soft Skills verbunden.

Hier bietet es sich an, spezielle Seminare mit eigens dafür qualifizierten Lehrkräften einzurichten.